28.06.2026

 

Sachstand zur Lebensmittelversorgung in Hof / Interesse am Kauf der Kirchenimmobilie

Im Rahmen der Haushaltsbefragung zur Lebensmittelversorgung in Hof konnte als Ergebnis der Auftrag an die Ortsgemeinde abgeleitet werden, dass seitens der Dorfbevölkerung der Wunsch besteht, wieder ein Lebensmittelladen in Hof eröffnen zu lassen.

 

Daher hat sich die Ortsgemeinde auf den Weg gemacht, um verschiedene Möglichkeiten, die derzeit verfügbar sind, zu analysieren und auf eine mögliche Umsetzbarkeit zu prüfen. Dabei wurde auch abgewogen, welches Konzept am besten zu Hof passen könnte. Letztendlich fand der Gemeinderat das Konzept von Tante Enso am sinnvollsten. Jedoch ist für die Umsetzung dieses Konzeptes einer Vollversorgung mit durchgängiger Öffnungszeit eine Mindestgeschäftsfläche von 250 m² erforderlich. Bei diesem Konzept gibt es Öffnungszeiten mit Personal und Öffnungszeiten mit Kartenzugang ohne Personal. Detaillierte Informationen hierzu folgen noch.

 

Da die Ortsgemeinde derzeit keine eigene Immobilie mit der Mindestgröße im Eigentum hat und die Evangelische Kirchengemeinde die Kirche in Hof ab 01.01.2027 zum Verkauf anbietet, wurde Kontakt mit Vertretern des Kirchenvorstandes aufgenommen. Dabei wurden zu-erst einmal die jeweiligen Standpunkte ausgetauscht und abgestimmt, wie man mit dieser Situation weiter umgehen möchte. Insbesondere ein mögliches Kaufverfahren, bei der auch die Evangelische Kirche Hessen-Nassau (EKHN) in Darmstadt gehört werden muss, wurde besprochen.

 

Daneben wurden bereits Gespräche mit Verbandsgemeinde und Kreis über mögliche Fördermittel und Verfahrensschritte abgesprochen. Hierbei stellte sich heraus, dass dieses Projekt möglicherweise in ein Leader-Förderprogramm passen könnte. Jedoch muss hierfür einiges bis zum 31.12.2026 auf den Weg gebracht worden sein.

 

Unter Beachtung dieses Zeitfensters hat sich der Gemeinderat in seiner Sitzung vom 24.06.2026 intensiv mit dieser Thematik auseinandergesetzt und entschieden, der Ev. Kirchengemeinde ein Kaufangebot zu unterbreiten. Dabei war es dem Gemeinderat besonders wichtig, dass neben der möglichen Errichtung eines Lebensmittelladens im oberen Bereich der untere Bereich weiter für gemeindliche Zwecke zu verwenden. Somit könnten dort weiterhin die Jugendarbeit des CVJM Hof, die Musikarbeit des Frauenchors sowie das Angebot der Bücherei angeboten werden und darüber hinaus die Räume für zusätzliche Aktivitäten der Ortsgemeinde hilfreich sein. 

 

Der Begriff Dritte Orte spielt hier eine besondere Rolle. Er beschreit damit Begegnungsorte jenseits des eigenen familiären Umfelds (erster Ort) und des Arbeitsplatzes bzw. der Schule (zweiter Ort). 

Dritte Orte sind essenziell für die Gesellschaft, da sie soziale Kontakte fördern, den Aus-tausch zwischen unterschiedlichen sozialen Schichten ermöglichen und so der Einsamkeit entgegenwirken. Ein solcher Dritter Ort könnte dann dieses Gebäude in der geplanten Form darstellen: Treffpunkt für Jung und Alt, unabhängig von Herkunft und Status unter einem Dach. Damit würde die Ortsgemeinde auch einen Leitgedanken der Kirche weiter fortführen.

 

Das Kaufangebot wurde dann am 26.06.2026 der Evangelischen Kirchengemeinde über-reicht. Nunmehr hat die Kirchengemeinde dieses Angebot sowohl mit den Kirchengremien vor Ort als auch der EKHN in Darmstadt zu beraten. Im Rahmen des Angebots wurde seitens der Ortsgemeinde jedoch deutlich gemacht, dass eine mögliche Umsetzung des Projektes auch von etwaigen Fördermitteln abhängig gemacht wird. Daher wäre eine kurzfristige Beratung hierüber und über mögliche weitere Schritte mehr als wünschenswert.

 

Nun bleibt abzuwarten, wie die Evangelische Kirchengemeinde das Angebot wertet. Die Ortsgemeinde steht für weitere Abstimmungsgespräche, die dann möglicherweise zu einem guten Ergebnis führen, selbstverständlich zur Verfügung.

 

Über (Zwischen-)Ergebnisse wird an dieser Stelle selbstverständlich weiter berichtet.

 

 

Jochen Becker

Ortsbürgermeister