25.01.2021

 

Winterdienst und Solidarität

Für den einen sind die herrlichen Winterlandschaften ein Genuss, für andere die aktuellen Schneemassen ein Graus. Leider (oder vielleicht ist es auch gut so) können wir uns das Wetter nicht aussuchen. Daher müssen wir auch gemeinsam mit der derzeitigen Wetterlage und mit den nicht unerheblichen Schneemengen irgendwie klarkommen.

 

Seitens der Ortsgemeinde versuchen wir mit dem Einsatz unseres Unimogs und unseres Traktors die Seitenstraßen und Gehwege weiterhin in irgendeiner Weise nutzbar zu halten. Darüber hinaus gibt es weitere viele fleißige Helfer im Ort, die mit ihren Traktoren, Schneefräsen und anderen Geräten auch im Rahmen von Nachbarschaftshilfe mithelfen, dieses Ziel zu erreichen. Dafür gilt an dieser Stelle ein besonderer Dank unseren Mitarbeitern des Bauhofs und Winterdienstes sowie allen ehrenamtlichen Helfern, insbesondere bei der Unterstützung des Winterdienstes für unsere älteren Mitbürger*innen. Es ist schön zu sehen, wie Nachbarn, die das entsprechende Equipment haben, andere in solchen Situationen unterstützen.

 

Trotzdem stoßen wir derzeit bei den aktuellen Mengen logistisch an unsere Grenzen. Die Wälle an den Straßenrändern werden immer höher und die Straßen immer enger. Darüber hinaus verursachen am Straßenrand geparkte Fahrzeuge weiterhin erhebliche Probleme im Rahmen des Winterdienstes. Dies kann bei weiteren Schneefällen und dadurch engeren Straßenbreiten dazu führen, dass der Unimog aufgrund seiner Schneepflugbreite dort nicht mehr durchfahren kann. Daher appelliere ich an dieser Stelle nochmals, die Fahrzeuge so zu parken, dass unser Winterdienst auch diese Stellen weiterhin gefahrlos befahren kann. Ansonsten sind diese Bereiche im Rahmen des sogenannten „Hand- und Spanndienstes“ von den Anwohnern selbst freizuräumen.

 

Daneben nimmt die Unart, den Schnee wieder auf die Straße zu schieben, wieder erheblich zu. Dies ist nicht nur unsolidarisch, sondern auch verboten. Daher fordere ich alle auf, dies zu unterlassen. Ebenso kann und muss von den „Laternenparkern“ erwartet werden, dass der Schnee, der situationsbedingt vom Schneepflug vor und hinter dem Fahrzeug nicht freigeräumt werden konnte, von den betroffenen Parkern freizuräumen ist. Dies alles ist auch in der Satzung über die Reinigung öffentlicher Straßen der Ortsgemeinde Hof entsprechend geregelt. Eine Missachtung stellt eine Ordnungswidrigkeit dar.

 

Ich würde mich freuen, wenn wir alle solidarisch miteinander diese aktuelle Wettersituation anpacken und meistern und dabei die paar kleinen Spielregeln beachten.

 

 

Mit freundlichen Grüßen

Jochen Becker

 

Ortsbürgermeister